Dez

27

2011

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Zuge der Globalisierung

Abgelegt in Arbeit

Die Globalisierung der Märkte hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Der internationale Handel wurde von den Staaten für eine optimale Wirtschaftsentwicklung durch die Abschaffung von Zöllen und Kontingente sowie Exporterleichterungen, gefördert und ausgeweitet. Auch für Deutschland als drittgrößtes exportierendes Land, hat die Globalisierung eine positive Entwicklung auf die Konjunktur.

Auf die internationale Nachfragesteigerung der Konsumenten und die damit verbundene Produktionsauslastung der Unternehmen, folgte ein hoher Beschäftigungsstand. Die Arbeitslosenquote ist trotz Finanz- und Wirtschaftskrise auf 7,1 % gesunken. Im Vergleich zu dem Jahr 2000 betrug diese noch 9,6 %. Die höchste Arbeitslosenquote in den letzten 10 Jahren, wurde im Jahr 2005 mit 11,7 % errechnet.

Die Lohn- und Gehaltsentwicklung ist, trotz des positiven Konjunkturverlaufs in Deutschland, rückläufig. Seit dem Jahr 2000 sind die Reallöhne, bei einer jährlich durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5 %, um rund 7 % gesunken. Infolgedessen reduzierte sich die Kaufkraft der Arbeitnehmer und die Bevölkerung muss sparen. Gegenüber anderen Industrieländern, wie beispielsweise Spanien oder Griechenland, kann das Lohnniveau in Deutschland als noch für relativ gut bezeichnet werden.

Die Internationalisierung vereinfacht den Marktzutritt für ausländische Arbeitskräfte. Dadurch bedingt wird das Angebot an dem Produktionsfaktor Arbeit weiter ansteigen. Von 2000 bis 2010 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen bereits um 2,0 Millionen auf 40,5 Millionen vergrößert. Für die Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden bedeutet dies ein erhöhter Wettbewerbsdruck. Der Angebotsüberhang an Arbeitskräften führt zu einer instabilen Arbeitsnachfrage auf dem Markt, verbunden mit dem Risiko in der Sicherung vorhandener Arbeitsplätze. Der extreme Wettbewerb birgt die Gefahr von Entlassungen in sich. Bei unveränderter Nachfrage nach Arbeitskräften wird das Lohnniveau weiter sinken und die Arbeitslosenquote ansteigen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben bereits im Jahr 2010 rund 1.383.000 Beschäftigte zusätzlich Hartz IV bezogen. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass 2010 8,6 Millionen Menschen in Deutschland zur Erhaltung und Sicherung des Lebensstandards dazu bereit wären, mehr zu arbeiten. Denn jeder sechste Mensch ist armutsgefährdet. Die hohe Zahl der Zuwanderer im 1. Halbjahr 2011 mit 435.000 Menschen (19 % mehr als im Vorjahr) ist eine Auswirkung der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt und kann die geschilderte Entwicklung ungünstig beeinflussen.

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